Hundehaftpflicht: Was ist wichtig und was kostet sie?

Hunde sind tolle Haustiere, mit denen man jede Menge Spaß haben kann. Doch was ist, wenn der Hund einer anderen Person einen Schaden zufügt oder fremde Gegenstände beschädigt? Dann bist du natürlich als Hundehalter in der Pflicht und das kann schnell teuer werden. Hier solltest du in dem Fall mit einer Hundehaftpflicht vorsorgen.

Doch was ist bei einer solche Hundehaftpflichtversicherung wichtig und worauf solltest du vor dem Abschluss achten? Ich habe hier mal versucht die wichtigsten Fakten übersichtlich und verständlich zusammenzufassen.

Was ist wichtig bei einer Hundehaftpflicht?

Hundehaftpflicht z.B. für Rottweiler-Welpen
Bild von kim_hester auf Pixabay

Schauen wir uns doch zunächst mal an, was bei einer Haftpflichtversicherung für den Hund eigentlich wichtig ist. Schäden die von einem Hund hervorgerufen werden, können schnell unglaublich hohe Summen annehmen. Aus diesem Grund sollte die Versicherung folgende Schäden abdecken:

  • Sachschäden
  • Personenschäden
  • Vermögensschäden

Die meisten Versicherungen bieten zusätzlich noch weitere Leistungen an oder decken noch weitere Risiken ab. Hier lohnt es sich in jedem Fall zu vergleichen.

Wichtig ist auch zu wissen, dass es Bundesländer gibt, in denen eine Hundehaftpflicht für alle Hundebesitzer verpflichtend vorgeschrieben ist. Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein wären da einige Beispiele.

In Baden-Württemberg, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz musst du nur eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen, wenn dein Hund einer bestimmten Rasse angehört.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zum Beispiel überhaupt keine Versicherungspflicht.

Trotzdem sollte es für alle Hundebesitzer wichtig sein, ihnen Vierbeiner ordentlich abzusichern. In meinen Augen sollte eine Hundehaftpflichtversicherung zur Grundausstattung für einen Hund gehören.

Was kostet eine Haftpflichtversicherung für den Hund?

Darüber was eine Hundehaftpflichtversicherung kostet, kann ich hier natürlich keine pauschale Aussage treffen. Zum einen bin ich kein Versicherungsmakler und zum anderen gibt es natürlich verschiedene Faktoren, die den monatlichen Preis beeinflussen.

Konkret kann man hier aber sagen, dass die monatlichen Kosten für die Haftpflichtversicherung für den Hund von der Hunderasse abhängt. Ein Rottweiler wird wahrscheinlich problematischer sein als ein Chihuahua.

In den Preis spielt auch die gewünschte Deckungssumme mit hinein. Je höher die Absicherung ist, desto teurer wird es natürlich auch.

Weitere Punkte, die einen Einfluss auf die Kosten haben, sind natürlich die enthaltenen Leistungen und eine eventuell geplante Selbstbeteiligung. Das kennt man ja auch von der Autoversicherung.

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die Kosten für eine trotzdem relativ günstig sind. Tarife ab 2,50 Euro pro Monat bieten hier schon einen guten Schutz. Natürlich solltest du dich von dem Versicherungsmakler deines Vertrauens beraten lassen oder aber online einen Versicherungsvergleich durchführen.

Wann zahlt die Hundehaftpflichtversicherung nicht?

Die Haftpflichtversicherung für den Hund zahlt Sachschäden, Personenschäden und Vermögensschäden die der eigene Hund an fremden Personen anrichtet. Aber es gibt natürlich auch Situationen, in denen die Hundehaftpflicht nicht zahlt.

Und das sind die Situationen in denen der Hund mir selbst Schäden zufügt. Als Personenschäden oder Sachschäden an meiner Person, Personen in meinem Haushalt oder meinem eigenen Eigentum sind in der Regel nicht durch eine solche Versicherung abgedeckt.

In welchen Bundesländern ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde Pflicht?

Ich hatte es zuvor ja schon erwähnt, dass es die einzelnen Bundesländer unterschiedlich regeln, ob eine Hundehaftpflicht generell Pflicht ist oder nur bei einigen bestimmten Rassen.

In diesen Bundesländern ist der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung für alle Hundehalter Pflicht:

  • Berlin
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Folgende Bundesländer fordern nur für bestimmte, als gefährlich geltende Rassen eine Hundehaftpflicht:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen

Vom Gesetzgeber her egal ist es in Mecklenburg-Vorpommern, ob man eine solche Versicherung abschließt oder nicht. Trotzdem bietet die Haftpflichtversicherung für Hunde solche Vorteile, dass eigentlich kein Hundehalter lange überlegen sollt.

Zusammenfassung und Fazit

Wie ich ja bereits sagte, sollte eine Hundehaftpflichtversicherung für jeden Hundehalter zur Grundausstattung gehören. So kann man sich, mit relativ geringen monatlichen Kosten, gegen die wichtigsten Schäden absichern, die vom eigenen Hunde verursacht werden können.

Auch wenn es in einigen Bundesländern nur für bestimmte Hunderassen Pflicht ist und in einem Bundesland sogar komplett egal ist, überwiegen einfach die Vorteile einer solchen Versicherung.

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