Vögel als Haustiere: Informationen zu Haltung, Freiflug und Käfig

Oberste Regel für Vögel als Haustiere in der Wohnung ist, dass sie niemals allein gehalten werden sollten. Das gilt für alle Vogelarten. Eine Vergesellschaftung artfremder Vögel miteinander ist jedoch zu vermeiden. Ein Amazonenpapagei kann mit einem Graupapagei genauso wenig anfangen wie ein Nymphensittich mit einem Wellensittich.

Vögel sind gesellige Genossen, die sich gerne an ihresgleichen kuscheln und kommunizieren. Das Fehlen von Artgenossen führt häufig zu Verhaltensstörungen. Sie rupfen sich dann die Federn aus und fügen sich auch Verletzungen zu.

Besonderes Augenmerk sollte der Vogelhalter auch auf die Ernährung seiner Vögel richten. Reines Körnerfutter ist kontraproduktiv und kann bei den Tieren einen Vitamin- und Mineralstoffmangel zur Folge haben. Optimal ist eine Zusatzernährung mit sauberer Frischnahrung wie Gemüse, oder Obst. Geeignet sind auch Nudeln oder Reis.

Abzuraten ist hingegen von Erdnüssen und anderen Nüssen. Generell gehören auch weder Alkohol (= giftig) noch Koffein sowie alle salzhaltigen, zucker- oder fettreichen Nahrungsmittel nicht auf den Speiseplan der Vögel.

Des Weiteren tut der Gesundheit der Vögel auch etwas Abwechslung und Beschäftigung gut. Dazu eigen sich kleine Nahrungsspiele hervorragend. Unter anderem frei hängende Hirsekolben. Oder sofern der Vogel es zulässt, füttern aus der Hand. Als Futternäpfe sind Edelstahlnäpfe zu empfehlen.

Die Futternäpfe sind täglich zu reinigen. Das Wasser der Vögel ist gleichfalls einmal täglich zu wechseln, um einer Vermehrung gefährlicher Bakterien entgegenzuwirken. Die Futter- und Wasserbehälter sind oberhalb der Sitzstangen anzubringen, damit sie nicht von herabfallenden Vogelexkrementen verschmutzt werden.

Wichtig ist auch ein Badehäuschen, denn Vögel baden unglaublich gerne. Alternativ tut es auch eine flache Schale. Dabei sollte immer beachtet werden, dass für den Badespaß nur frisches Wasser verwendet wird, damit es in abgestandenem Wasser gar nicht erst zu einer Vermehrung von gefährlichen Krankheitserregern kommen kann.

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Freiflug zu Hause

Vögel als Haustiere z.B. Papageien

Vögel wollen fliegen. Um ihnen eine artgerechte Haltung zu bieten, ist den Tieren ein täglicher Freiflug zu ermöglichen. Das hält die Tiere außerdem fit, verhindert Fettansatz und stärkt Lungen und Muskulatur. Die meisten Vögel in der Käfighaltung benötigen mindestens 1 bis 2 Stunden am Tag Freiflugzeit.

Viele Vogelbesitzer bieten ihren gefiederten Freunden daher nicht nur einen geräumigen Käfig, sondern auch ausreichend Freiflug in einem Zimmer.

Küchen sind allerdings absolut tabu. Das Zimmer muss vogelsicher sein und sollte auch einen oder mehrere Landeplätze haben. Sehr nützlich sind z. B. ein Vogelbaum* oder ein Wandsitzplatz, auf dem die Vögel auch spielen können. Vogelsicher heißt, keine giftigen Pflanzen im Zimmer, die die Vögel anknabbern könnten. Auch keine mit Flüssigkeit gefüllten Behälter, in denen sie ertrinken könnten.

Fenster sollten soweit möglich mit Jalousien bedeckt sein, damit die Vögel nicht gegen die Scheiben fliegen. Auch Deckenventilatoren oder Spiegel sind eine vermeidbare Gefahrenquelle.

Bei Beachtung dieser einfachen Dinge kann den gefiederten Freunden nichts passieren und sie können stundenlang im Zimmer herumfliegen.

Der richtige Käfig

Gut geeignet ist ein Edelstahlkäfig. Zu empfehlen sind solche mit waagerechtem Käfiggitter. Als Bodenbelag ist feiner Vogelsand von Vorteil, da dieser zur Ernährung des Vogels gehört und bei der Verdauung unterstützt. Ein guter Vogelsand besteht aus einer Mischung von Quarzsand, Muschelgrit und Mineralien. Insbesondere Grit mit Muschelstückchen versorgt die Vögel mit ausreichend Kalk.

Eine Reinigung des Käfigs ist vom Verschmutzungsgrad abhängig, aber in der Regel alle 5 – 6 Tage fällig. Bei jeder Reinigung ist der alte Sand mit den Kot- und Futterresten gründlich zu entfernen und neuer Sand einzustreuen.

Der Käfig sollte frei von Zugluft in einer ruhigen Zimmerecke stehen. Idealerweise auf Augenhöhe. Wichtiges Zubehör im Käfig sind mehrere Sitz- auch freischwingende Wippstangen, Schaukeln oder Leitern. Aber auch an das passende Spielzeug sollte man denken.

Graupapagei klettert auf Vogelkäfig

Fazit: Vögel als Haustiere

In der Vogelhaltung gilt der Spruch, ein gepflegter Vogelkäfig und genügend Freiflug machen einen glücklichen Vogel. Wer dann noch genügend Zeit mit seinem Vogel verbringt, wird über lange Jahre hinweg viel Freude an dem Piepmatz haben.

Ein guter Rat: Wer Vögel als Haustiere halten will, sollte sich über die Besonderheiten der Vogelart, die er halten will, vorher gut informieren. Außerdem sollte die erste Anlaufstelle für einen Vogelkauf ein Tierheim sein.

Und noch ein Tipp: Vögel brauchen wie jedes andere Lebewesen echtes Tageslicht und die damit verbundene UV-Strahlung. Fensterglas filtert diese wichtigen Strahlen. Daher ist es gut für die Gesundheit der Tiere, wenn diese gelegentlich auf einer Terrasse, oder einem Balkon dem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

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