Aquarium pflegen – Das sind die täglichen Aufgaben

Wir Liebhaber der Aquaristik haben mehr als nur die Faszination für Aquarien und deren Bewohner gemeinsam. Schließlich reicht es nicht aus, ein Aquarium zu gestalten, beleben und sich dann daran zu erfreuen. Ein funktionierendes Ökosystem benötigt immer auch Kontrolle, Pflege und Anpassungen. Das wirst du sicherlich auch machen. Die Wasserwerte überprüfen, die Fische füttern und das Wachstum von Pflanzen und Algen überwachen, sind die klassischen Schritte.

Ich kann nicht abstreiten, dass die Überschrift für einige sicherlich überzogen klingt. Dennoch sind einige Dinge Tag für Tag angebracht, um lange Freunde an Fischen und Pflanzen zu haben. Überzogener Aufwand ist das alles in keinem Fall. Vielmehr sind kleine, aber wichtige Schritte gemeint:

Aquarium pflegen – Die lieben, keinen Bewohner

Aquarium pflegen - Das sind die täglichen Aufgaben
Foto von Musca Cristian auf Unsplash

Auch in deinem Aquarium leben bestimmt die unterschiedlichsten Bewohner. Verschiedene Fische, Schnecken, Garnelen und auch andere Exoten haben hier ihr Lebensumfeld. Und wie jedes Lebewesen müssen auch die Bewohner in deinem Aquarium gefüttert werden. Das Internet und auch die Fachhändler geben Unmengen an Ratschlägen. Bei Vielen hat sich jedoch eine tägliche Fütterung durchgesetzt. Wobei an einem oder zwei Tagen in der Woche eine Futterpause eingelegt wird.

Das besondere Augenmerk musst du jedoch auf die Masse an Futter legen. Einerseits soll kein Tier hungern müssen. Andersherum ist zu viel Nahrung die Ursache für die bekannte Algenproblematik. Ich rate dir zu folgender Faustformel: Alles, was die Bewohner in zwei bis drei Minuten verspeisen können, ist die perfekte Menge für den ganzen Tag. Mehr soll es nicht sein.

Einen wichtigen Schritt machst auch du sicherlich ganz unbewusst. Hier reicht meist auch ein Blick in deine Becken. Jeden Tag ist zu kontrollieren, ob einer deiner Bewohner verstorben ist. Tote Fische, Schnecken und andere Tiere musst du so schnell wie möglich aus dem Aquarium entfernen. Zum Glück kommt ein Todesfall nur selten vor. Wenn wir den Grund des Versterbens unbeachtet lassen, schaden tote Tiere dem Ökosystem massiv. Sie geben nämlich Stickstoffe ab, welche Nitrite verursachen. Nitrite werden schnell zur Gefahr für das gesamte Aquarium und die zahlreichen Bewohner.

Das Umfeld deiner kleinen Bewohner

Wir alle möchten das Aquarium auch als Dekoelement benutzen. In vielen Wohnungen und Häusern nimmt das Aquarium einen zentralen Platz ein und ist nicht selten der Blickfang. Natürlich hast du daher mehr als nur lebende Mitbewohner untergebracht, sondern auch viele Pflanzen platziert. Damit alle Pflanzen schön grün bleiben und stets wachsen, musst du drei Dinge beachten.

Alle Pflanzen in Aquarien benötigen regelmäßig Dünger, genügend Kohlenstoffdioxid (CO₂) und eine gute Strömung. In drei Blicken hast du auch hier jeden Tag den Überblick. Einfach den Dünger in der passenden Menge hinzugeben. Zur Prüfung der CO₂-Konzentration im Wasser nutzt du am besten einen Dauertest. Diese werden als Dropchecker bezeichnet.

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Du kannst hierbei direkt an der hoffentlich grünen Farbe erkennen, ob alles in bester Ordnung ist. Die Strömung kannst du am Füllstand der CO₂-Flasche ablesen. Dass du eine passende Strömung eingestellt hast, sollte selbstverständlich sein. Das ist schließlich ein Thema „für sich“.

Ganz ab von diesen technischen Dingen nützt dir ein Blick auf die Pflanzen schon viel. Sind Blätter abgefallen und eingerissen? Gibt es Algenbefall auf den Pflanzen. Sollte dir etwas auf den ersten Blick auffallen, kannst du direkt entgegenwirken. Schneide entsprechende Stellen kurzerhand ab und fische loses Blattwerk heraus. Halte dich aber nicht mit der Suche auf.

Spätestens beim Wasserwechsel, der ja in absoluter Regelmäßigkeit folgt, kannst du die Pflanzen im Detail prüfen. Es geht nur um Schäden, welche sofort – als mit dem ersten Blick – auffallen.

Ein kurzes Fazit?

Ein schönes Aquarium ist keine Aufgabe, welche Unmengen an Zeit und Engagement kosten muss, aber kann. Wie du siehst, gibt es viele kleine Schritte, die im Handumdrehen erledigt sind. Sie sparen dir viel Nacharbeit und Einsatz.

Wenn du diese fünf kurzen Schritte in deinen Tagesablauf einplanst, wirst du lange Freude an der Aquaristik haben:

  • Ist die Menge des Futters für alle Bewohner ausreichend?
  • Ist eines der Tiere verstorben?
  • Reicht das Düngemittel für die Pflanzen?
  • Stimmt die Strömung im Aquarium?
  • Passt der CO₂-Wert im Wasser?

Zusammengerechnet werden dich diese Schritte keine fünf Minuten kosten. Und wie du siehst, ist die Überschrift „Tägliche Pflege deines Aquariums“ nicht so reißerisch, wie zu Beginn gedacht.

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