Die wichtigsten Wasserwerte im Aquarium erklärt

Die wichtigsten Parameter in der Aquaristik sind die Wasserwerte. In der Regel kann man die Wasserwerte in den Datenblättern der Wasserpflanzen, Fische oder wirbellosen Tiere finden. Hierbei gibt es unheimlich viele Punkte zu beachten, wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass nicht alle gemessenen Werte für jeden Bewohner eines Aquariums wichtig sind. So sind die Fische an ganz anderen Bereichen empfindlich, als die Wirbellosen.

Man kann diesen Umstand auch daran erkennen, dass die Pflanzen völlig andere Bedürfnisse an die Wasserwerte haben, als die tierischen Bewohner eines Aquariums.

Wasserwerte im Aquarium testen

Wasserwerte im Aquarium

Die Ermittlung der Wasserwerte können unterschiedlich ermittelt werden, zum einen gibt es die Möglichkeit, die Werte mittels sogenannter Tröpfchen-Tests, mit Hilfe von Messgeräten oder mit den handelsüblichen Teststreifen. Allerdings sollte hier angemerkt werden, dass man beste Ergebnisse mit den Tröpfchen-Tests erhält, weil sie genauer sind.

Die Anwendung ist allerdings ein wenig komplizierter, aber mit ein wenig Übung ist es kein Problem. Am besten man legt sich gleich einen Testkoffer zu, denn hier sind alle wichtigsten Tests und alle nötigen Zubehörteile enthalten. Sehr wichtig in Punkto Tests ist die Tatsache, dass es zwei unterschiedliche Testkoffervarianten gibt.

Den ersten kann man nur für die allgemeine Aquaristik verwenden und die andere Variante ist für die Pflanzenaquaristik vorgesehen.

Die Streifentestvariante für die Bestimmung der Wasserwerte ist die Beliebteste. Allerdings wird den Teststreifen nachgesagt, dass sie nicht genau die Werte im Aquarium angeben. Das sieht jeder Aquarianer sicherlich anders, der eine schwört auf die Streifentestmethode, der andere wiederum auf die Tröpfchen-Tests.

Verwendet man aber die dazugehörige App, wird die Anwendung zum Kinderspiel und die Auswertung fällt um ein Vielfaches genauer aus. Eine weitere Methode die Wasserwerte zu bestimmen, ist die Bestimmung mit einem dafür ausgelegten Messgerät.

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Allgemeines über die Wasserwerte im Aquarium!

Die Gesamthärte ist ein ganz entscheidender Punkt, wenn es um die Wasserwerte geht. Sie gibt die Konzentration der gelösten Salze an, sie ist lebensnotwendig für alle Wirbellosen und Fische. Das ist deshalb von Belang, weil die Stoffwechselfunktion der Aquarienbewohner artenabhängig ist und somit auch mit der Wasserhärte in Verbindung steht.

Wird nicht auf die Gesamthärte geachtet, können alle Tiere im Aquarium, die aus Weichwasser-Biotopen kommen, im Hartwasser sehr große gesundheitliche Probleme bekommen. Diese äußern sich beispielsweise in fehlender Fortpflanzung, sehr hohe Anfälligkeit an Krankheiten oder auch Stoffwechselprobleme.

Auch die Karbonhärte ist in Bezug auf die Bestimmung der Wasserwerte von großer Bedeutung, sie misst den Anteil an Hydrogenkarbonat und Karbonat gebundene Erdalkali-Ionen. Allerdings werden die in der Aquaristik verwendeten Tests nicht die eigentliche Karbonhärte anzeigen, sondern nur das sogenannte Säurebindungsvermögen.

In Ausnahmefällen kann in der Realität die KH größer als die GH sein. Sie hängt im Grunde genommen immer sehr eng mit dem CO2-Gehalt und natürlich auch mit dem pH-Wert des Wassers zusammen. Die Karbonhärte ist ein Stabilisator für den pH-Wert und zugleich ein perfekter Säurepuffer.

Hierbei ist ganz wichtig zu wissen, dass Wasser mit einem pH-Wert unter 7 nur möglich ist, wenn nur eine minimale, am besten keine Karbonhärte messbar ist. Erfahrene Aquarianer verwenden deshalb auch grundsätzlich ein GH+Salz, das nur die Gesamthärte erhört, aber die KH auf keinen Fall.

Zusammenfassung

Für Pflanzenaquarien und Aquascapes sind die Wasserwerte ebenso wichtig, wie für herkömmliche Aquarien. Aber genau hierfür braucht man ein ganz spezielles Fachwissen, denn Pflanzen sind sehr anspruchsvolle Bewohner. Um gesund wachsen zu können, brauchen die Pflanzen wie auch die Fische bestimmte Nährstoffe.

Einige davon sind in der Wirbellosen- und Fischaquaristik nicht so prägnant wie in der Pflanzenaquaristik. Wie schon genannt, stellen Wasserparameter wie Phosphat, Nitrat, Ammonium und CO2, wichtige und notwendige Nährstoffquellen für die Pflanzen dar.

Hat man aber grüne und rote Pflanzen zusätzlich im Aquarium, sollte man wissen, dass diese Pflanzen weitere wichtige Parameter benötigen. Diese sind für die tierischen Bewohner in einem Aquarium nicht ganz so wichtig.

Am wichtigsten ist in diesem Zusammenhang aber, eine gute Vorsorge gegen Algenbefall im Becken zu treffen. Nur so kann gewährleistet werden, dass ein sehr ausgewogenes Verhältnis an Nährstoffen versteht, ein Nährstoffmangel ist unbedingt zu vermeiden.

Gegen zu hohe Werte schädlicher Stoffe im Aquarium helfen natürlich ausreichend große Wasserwechsel.

Deshalb ist es von sehr großer Bedeutung, ständig die Wasserwerte im Aquarium zu überprüfen. Die Messung mit dem Stäbchentests ist am einfachsten, aber sie bringt genaue Messwerte.

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